Safran

(August 2017)

Lassen Sie uns über ein wunderbares Gewürz, das nach einem deutschen Sprichwort vor allem den Kuchen „gel“ macht, sprechen:

Echter persischer Safran gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt. Im Einzelhandel bezahlen Sie um die 10 Euro pro Gramm, wenn sie es in größeren Mengen erwerben sinkt der Preis schnell auf zwei bis drei Euro. Das Gewürz ist allerdings, wenn es sich um echten persischen Safran in Negin Qualität handelt, jeden Cent Wert. Man braucht immerhin etwa 150000 Krokusblüten um ein Kilogramm Safran zu gewinnen.

Vermutlich haben Sie sich auch schon oft gefragt, warum der Safran, den Sie im Supermarkt bekommen, zwar alles gelb macht, aber eigentlich keinen wirklichen Geschmack hat. Investieren Sie einfach ein wenig mehr, kaufen Sie guten Safran, und bereiten Sie eine simples Gericht zu – für mich ist eines der Besten immer wieder ein Risotto alla Milanese.

Verwenden Sie nur den besten Reis, sprich Carnaroli und den den besten Safran, sprich persischen bzw. iranischen. Beides lässt sich im Web leicht finden und ab Oktober auch in unseren Shop.

Persönlich verwende ich auf ein Haferl Carnaroli etwa einen 3/4 Liter hausgemachter Rinderbrühe. Wenn ich den Geschmack des Safrans voll zur Geltung bringen möchte, benutze ich französische Süßrahmbutter (Beurre Doux Moulin d’Or) anstelle von Rinderknochenmark, dünste den Carnaroli darin an, lösche mit einem Schuss Gavi ab und gebe einige wenige persische Safranfäden hinzu.

Anschließend gießt man regelmäßig mit Rinderbrühe auf und rührt fleißig. Anders als bei unseren handelsüblichen Safranprodukten macht sich erst nach ein paar Minuten die tief gelbe Färbung breit, ebenso der geradezu unglaubliche Duft. Ich füge gegen Ende lediglich ein wenig 30 Monate gereiften Parmigiano Reggiano und grob gehackte Petersilie hinzu.

Genießen Sie es mit Freunden und einem guten Weißwein.