Pico de Gallo

(20.03.2020)

Ich weiß, ich hatte Ihnen eine warmes Essen versprochen. Heute möchte ich Ihnen dennoch eine wunderbare kalte Sauce vorschlagen, zu der Sie sich selbst etwas komponieren können. Also ein Rezept ohne ein Rezept, wie es Kollege Sam Sifton von der New York Times zu nennen pflegt.

Pico de Gallo bedeutet soviel wie Hahnenschnabel. Es gibt -zig Bedeutungsanalysen, wenn Sie möchten, können Sie das alles bei Wikipedia nachlesen. Entscheidend ist nicht die metaphysische Analyse des Namens, sondern der Geschmack.

Sie brauchen:
Tomaten
eine milde Zwiebel oder Frühlingszwiebeln
eine Knoblauchzehe
den Saft eine Limone
eine scharfe Peperoni
eine Handvoll Cilantro
etwas Salz und ggf. Pimenton

Nachdem die Tomaten, die man im Moment so bekommt, immer noch ein wenig müde schmecken, trickse ich ein wenig. Ich nehme 2/3 einer Dose von Mutti’s Polpapezzi und mische es mit ein oder zwei Tomaten von, sie haben es erraten, Ortofrutta. Steffis köstliche Tomaten lassen ja leider noch auf sich warten 🙂

Jetzt hacken Sie die Zwiebel klein, verabreichen ihrer Peperoni die selbe Behandlung, pressen die Knoblauchzehe durch, geben die Hälfte des Cilantros (Korianderblätter) und den Limonensaft dazu und schmecken mit Salz ab. Lassen sie es ruhig eine Stunde oder so stehen.

Es schmeckt zu Rindfleisch ebenso wie zu Huhn. Sollte sie einen guten Supermarkt in der Nähe haben, der rein zufällig auch noch gute Maistortillas führt (Unter uns Ost-Münchnern: Edeka Hertschek in Neubiberg ist nicht nur ein toller Markt, von engagierten jungen Leuten geführt, sie haben auch hervorragende Maistortillas).

Braten Sie das Fleisch Ihrer Wahl mit Salz, Pfeffer, Paprika und ein wenig Kreuzkümmel an und servieren Sie es mit den Tortillas und Ihrer Pico de Gallo. In der Kombination haben Sie nicht nur ein leichtes Mittagessen, sie halten auch ein gutes Stück Mexico in der Hand.