Linsengericht

(24.03.20)

Ich möchte Ihnen heute im besten Sinne des Wortes ein Linsengericht vorschlagen. In der Bibel kauft Jakob, der jüngere Sohn Isaaks, seinem älteren Bruder Esau „um ein Linsengericht“ das Erstgeburtsrecht ab. Dort ist zunächst nur von so „etwas Rotem“ (hebräisch הָאָדֹם ha-ādom) die Rede, wir werden deshalb heute mit roten Linsen arbeiten.

Linsengericht

Sie brauchen:
200 Gramm rote Linsen
eine fein gehackte milde Zwiebel
zwei fein gehackte Knoblauchzehen
eine in Würfel geschnittene Karotte
ein wenig Tomatenpüree
ein Teelöffel Kreuzkümmel
ein wenig geräucherte Chiliflocken
einen Liter Hühner oder Gemüsebrühe
den Saft einer halben Zitrone
eine handvoll Cilantro (Sie wissen schon …)

Erhitzen Sie Olivenöl in einen Topf, fügen Sie nacheinander Zwiebeln, Karotten und Knoblauch hinzu (unterschiedliche Sautierzeiten). Wenn das Gemüse „angezogen“ hat, geben Sie die Gewürze und das Tomatenmark für ein bis zwei Minuten hinzu, anschließend die Linsen. Eine Minute später gießen Sie den Liter Brühe an. Persönlich verwende ich einen Mix aus Gemüse und Geflügelfond. Lassen Sie das ganze etwas 20 Minuten köcheln, den nehmen sie die Hälfte der Suppe ab und pürieren sie. Geben Sie die Püree zurück in die Suppe und köcheln Sie das Ganze für weitere fünf Minuten.
Zum Schluss schmecken mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, dem Saft der Zitrone und dem grob zerzupften Cilantro ab.

Das Erstgeborenenrecht bekommen Sie wahrscheinlich nicht dafür, aber ein prima Mittagessen.