Muschelzeit

Es sind die Monate mit dem Buchstaben „R“ im Monat, in denen man Muscheln essen darf. Natürlich bekommt man sie heute tiefgefroren das ganz Jahr über, aber wenn ich im Herbst das erste Mal wieder Moules marinière koche, ist das schon etwas besonderes.

Für zwei Personen brauchen Sie ein Kilo Miesmuscheln vom Fischhändler Ihres Vertrauen, üblicherweise kommen sie aus den Niederlanden, Belgien oder Frankreich. Ich mag auch die spanischen, aber die bekommt man hierzulande üblicherweise nur tiefgefroren.

Waschen Sie die Muscheln unter kaltem, fließenden Wasser. Muscheln die dabei geöffnet bleiben werfen Sie weg. Denken Sie auch daran gegebenenfalls noch verbliebene Bärte zu entfernen. Anschließend würfeln Sie eine Zwiebel (oder zwei Schalotten, meine bessere Hälfte hat es nicht so mit Zwiebeln),schneiden eine kleine Stange Stangensellerie in Scheibchen und befreien zwei Knoblauchzehen von den Schalen.

Moules marinières – © 2017 Thomas Michael Glaw

Lassen sie ein wenig Süßrahmbutter in einem mittelgroßen Topf aus, geben sie die Gemüse hinein und lassen Sie sie anziehen – nicht bräunen!  Pressen sie die Knoblauchzehen dazu und gießen Sie 300 bis 400 ml guten Weißwein an. Fügen Sie ein Lorbeerblatt, einen Stängel frischen Thymian und etwas frisch gemahlenen Pfeffer hinzu. Lassen Sie das Ganze ein paar Minuten aufkochen und geben Sie dann für etwa fünf Minuten die Muscheln hinzu.

Anschließend schlagen Sie das Ganze durch ein Sieb und den Muschelsud anschließend noch einmal durch ein Haarsieb. Kochen Sie den Muschelsud kurz auf und geben Sie zwei Teelöffel Creme Double hinzu. Legen die Muscheln auf vorgewärmte Teller – möglich ohne die Gemüse 🙂 – und gießen Sie den heißen Muschelsud darüber. Gehackte Petersilie verleiht dem Gericht den letzten Schliff.

Wir essen dazu einfach nur frisches Baguette und trinken Pouilly Fumé.