FastenForelle

Erinnert sich noch jemand daran, dass der Advent eigentlich eine Fastenzeit ist? Ich interpretiere das allgemeine Schweigen mal als ein „Nein“. Winter ist trotzdem eine wunderbare Zeit für Fisch, sofern man Zugriff auf das frische Produkt hat. In Bayern ist es normalerweise kein Problem frische Forellen zu bekommen, diese Regenbogenforellen kamen jedoch aus Frankreich.

Regenbogenforelle – © 2017 Thomas Michael Glaw

Die Fische waren unglaublich frisch und gleichzeitig bei meinem Fischhändler sehr günstig. Da beginnt die Fastenzeit Spaß zu machen.  Um solch einen Fisch in ein herrliches Gericht zu verwandeln bedarf es nicht viel:

– unbehandelte Orangen
– frischer Fenchel
– Fenchelsamen
– Noilly Prat
– Pfeffer, frisch aus dem Mörser
– Fleur du Sel

Lassen Sie die Fische, wenn Sie es sich nicht selbst zutrauen, vom Fischhändler kochfertig zubereiten, schneiden Sie Orangen und Fenchel in dünne Scheiben und „füllen“ Sie den Fisch damit. Würzen Sie mit Fenchelsamen, frischem Pfeffer und Fleur du Sel, fügen Sie einen kleinen Schuss Noilly Prat hinzu.

Regenbogenforelle – © 2017 Thomas Michael Glaw

Schlagen Sie den Fisch dicht (dicht!) in gute (gute!) Aluminiumfolie ein und garen Sie ihn für etwas 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen. Sie können ihn entweder als ganzen Fisch oder filetiert servieren – das kommt auf ihren Geschmack und die Fähigkeiten Ihrer Gäste an 🙂

Regenbogenforelle – © 2017 Thomas Michael Glaw

Ich reiche dazu gerne Röstkartoffeln, Saison abhängig passt auch grüner Spargel dazu. Ein frischer grüner Salat rundet den Hauptgang ab.

So schlecht ist die Fastenzeit doch gar nicht, oder?